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Kalibrierung

Beschreibt einen Vorgang der vor Inbetriebnahme des Druckers durchgeführt werden muss. Sie dient dazu die ordnungsgemäße Funktion des Druckers sicherzustellen, Rückschlüsse auf eventuelle Bugs ziehen zu können, Änderungen in Druckqualität zu dokumentieren und dazu ein optimales Druckergebnis zu gewährleisten. Es gibt verschiedene Formen der Kalibrierung, wobei der Benutzer nur zur „cali“ verpflichtet ist.

Durchführung

Es folgt eine Auflistung der Methoden zur Kalibrierung des Druckbetts. Dabei wird der Abstand von dem Druckkopf zum Heizbett kalibriert. Ein gutes Maß für diesen Abstand ist ein Blatt Schreibpapier: lässt es sich zwischen Düse und Bett hindurch schieben ist der Abstand groß genug; lässt es sich nicht hindurch schieben wenn es gefaltet ist, ist der Abstand gering genug. Mit etwas Erfahrung kann die Düse auch per Augenmaß eingestellt werden. Hierbei gilt: Der Lichtspalt zwischen Düse und Bett muss gerade so verschwinden.

Cura (Software)

Cura ist die Software des Herstellers Ultimaker, von dem unser Ultimaker Original+ stammt. Er besitzt einen kleinen Assistenten, der bequem durch die Kalibrierung führt. Je nach Version der Software macht er wohl auch einen Testdruck. Falls nicht, kann man die Kalibrierung durch eigene Drucks überprüfen, siehe weiter unten in diesem Artikel.

Manuell

Eine Kalibrierung kann manuell erfolgen. Dabei fährt man das Heizbett zunächst ganz nach oben (z=0) und positioniert den Kopf dann an verschiedenen (mindestens drei) Stellen, idealerweise nahe an den Stellschrauben, aber möglichst so, dass man diese noch verstellen kann. Die Schrauben sind mit Federn gelagert, daran kann man sie gut von den Schrauben unterscheiden, die man hierfür nicht benötigt.

Man kann nun an den Einstellschrauben des Bettes dessen Abstand zur Düse einstellen. Dieser Abstand muss einerseits gering genug sein damit das extrudierte Material der ersten Schicht mit Druck in die Ritzen des Tapes gedrückt wird, andererseits muss der Abstand groß genug sein um die Düse nicht zu verschließen, denn dadurch könnte das Tape und die Darunterliegende Platte beschädigt werden.

Test der Kalibrierung (Auswertung)

Um zu überprüfen ob die Kalibrierung erfolgreich war, kann man verschiedene Testdrucks ausführen. Beim anschließenden Drucken sollten die Linien der Ersten Schicht etwas platt gedrückt und gleichmäßig erscheinen. Beispielbilder finden sich auf der Kalibrierungs-Seite von Ultimaker.

Lego

Der 1er-Legoblock im OpenSCAD. Die genauen Abmessungen stehen in der Code-Spalte oben links.

Es wird ein kleiner Legoblock mit den Maßen 8x8x11,5 Millimetern (Länge x Breite x Höhe). Die Höhe der Noppe beträgt 2mm, der Durchmesser 4,8mm und die Wandstärke bei 1,45mm.

Auswertung

Sobald der Druck beendet und die Supportstruktur im Inneren entfernt wurde können die oben angegebenen Maße mit dem Messschieber nachgemessen werden. Auf diese Weise können der Schwund beim Abkühlen des Materials und ungenauigkeiten in der Führung des Druckkopfes -was sich in Ovalität niederschlägt- festgestellt werden.

Ein-Layer-Druck

Ob eine Kalibrierung erfolgreich war, erkennt man insbesondere am ersten Layer. Um das besser zu erkennen gibt es Beispielbilder auf der Kalibrierungs-Seite von Ultimaker. Solch ein Modell kann man sich entweder selbst erstellen oder eines herunterladen. Es druckt nur eine Ebene, die dann entsprechend den Bildern gleichmäßig und etwas plattgedrückt aussehen sollte. Idealerweise druckt man eine Fläche von der Größe des ganzen Druckbereichs oder verteilt mehrere Flächen auf der ganzen Platte (z.B. 9 Quadrate, je eins pro Ecke, Kante und eines in der Mitte). Entsprechende Modelle sollten bereits auf der SD-Karte des Druckers liegen.

cali.txt · Zuletzt geändert: 2017/09/18 18:07 von verpfeilt